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SCHUTZSTRATEGIEN -Harmoniestreben & Überanpassung

WOZU SIND SCHUTZSTRATEGIEN GUT?

Sie lenken von einem Mangel ab, der bei uns nicht vollständig ist. Das kann z. B. Zugehörigkeit, Freiheit / Unabhängigkeit, Selbstwert, Sicherheit sein.

Die Schutzstrategie möchte diesen „Schmerz“ lindern, mindern. Sie läuft unbewusst ab, ist uns also gar nicht bewusst. Man muss schon genau und selbstkritisch hinschauen. Das macht es so schwierig, die eigenen Schutzstrategien zu erkennen und zu reflektieren. 

Ganz typisch sind z. B. Kontrollzwang und Perfektionismus um Selbstwertthemen zu entkräften, ein Gefühl von Sicherheit sich vorspielen. Quasi eine vorbeugende Maßnahme, nicht kritisiert zu werden, sich zu blamieren, zu versagen oder abgelehnt zu werden.

Sie dienen dazu, die Fassade aufrecht zu erhalten. Niemand soll wissen, wie es wirklich in uns aussieht.
Die Rechnung geht natürlich nicht auf. Früher oder später funktioniert diese psychische Krücke nicht mehr, da sie einfach zu viel Kraft und Energie kostet.

Es ist übrigens nicht spuky, wenn man sich bei mehreren Strategien wiederentdeckt ;-)

 

Harmoniestreben / Überanpassung kommt recht häufig vor. Bloß nicht auffallen.


„Ich muss lieb und nett sein."

"Die anderen sollen nicht schlecht über mich denken oder reden."

"Ich darf mich nicht wehren, abgrenzen, meine Bedürfnisse äußern"

"Ich darf mich nicht äußern, muss still sein"

"Sei bescheiden"

"Das gehört sich nicht"

 

Sätze, die schon aus der Kindheit stammen. 


Dahinter steckt die tiefe Angst vor Ablehnung.

Kraftvolle Gefühle wie Wut, Groll, Aggression werden schnell unterdrückt.

Das gehört sich nicht. 

Dieses Muster hat dich jahrelang geschützt, so dass du gar nicht mehr weißt, was du wirklich willst. Wenn du doch mal Ziele definierst, sind diese oft in Verbindung bzw. in Abhängigkeit mit anderen Personen:
für die Kinder, für den Partner, für die Eltern, für die Firma

(Leicht für einen Narzissten, dich für ihn einzuspannen. Dazu unten mehr)

Deine eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Träume nimmst du nicht wahr, erlaubst du dir auch gar nicht.

Wenn du verletzt wirst (z. B. durch einen Machtstreber. Manipulator, Narzissten), der deine Grenzen überschreitet, reagierst du schnell mit Rückzug, Unverständnis, Hilflosigkeit, Traurigkeit, aber auch Wut. Wut aber nur für dich allein. 
Auf keinen Fall in einen Konflikt gehen.

Aber es ist doch so ungerecht! Man hat doch alles für die Anderen getan!


Du ziehst dich schnell in die Opferrolle zurück? Ordnest dich und deine Wünsche wieder unter?

Auf keinen Fall willst du ausgegrenzt werden, abgelehnt oder verlassen werden. 

Daher biederst du dich anderen an, um zu gefallen, oder?

 

Weißt du, was passiert?

Da nun deine eigenen Bedürfnisse, deine eigene Wertschätzung verloren geht, wirst du oft ausgenutzt. 

Gerade Menschen mit ausgeprägten Machtbewusstsein haben hier leichtes Spiel. Die Währung ist Anerkennung, dabei sein, sich sicher fühlen. 

Machtmenschen versammeln oft andere um sich herum, haben Einfluss. 

Da du immer noch denkst, du bist hilflos und brauchst diesen Menschen, blendest du einfach alles Negative aus. Vielleicht  verteidigst du sogar sein Verhalten. 

 

In jeder Firma | Familie gibt es die Mutter der Nation, das Mädchen für alles, die gute Seele. Sie ist immer für andere da, aber niemand fragt, wie es ihr geht. 

 

Vorsicht!

 

Nicht von den Begriffen täuschen lassen. 

Auch Männer lassen sich gern um den Finger wickeln, blenden und umgehen damit liebend gern Konflikte. 

 

Diese Schutzstrategie kann sich zu einer Sucht entwickeln, die nichts mehr mit einer friedvollen Grundeinstellung zu tun hat, mit der sie oft verteidigt wird. 

 

"ich bin eben harmonisch"

 

Nun sind Tür und Tor offen, ausgenutzt zu werden. 

Oder in Konflikten entwertet zu werden. Es ist ja keine Gegenwehr von dir zu erwarten und du funktionierst. Das ist praktisch.

 

Gefahr

Diese Gefahr bringt den Harmoniesüchtigen in den Teufelskreis, der sich ständig wiederholt. 

 

Die Gefühle von Wut und Ärger werden von Hilflosigkeit abgelöst. Weil du gelernt hast, wenn Du nett und hilfsbereit bist, wird schon alles wieder gut, bist du :

nett und hilfsbereit

 

Dein Leid geht weiter. Im Stillen.

Vielleicht doch ein Versuch.

Du drohst "wenn..., dann geh ich"  "das lass ich mir nicht mehr gefallen"

 

Dein Gegenüber weiß allerdings schon längst, diese Drohung wird nie umgesetzt von dir. 

 

Nicht im Job, nicht in der Partnerschaft, nicht in der Familie, nicht im Freundeskreis.

 

Es bleibt eine Drohung, die verpufft, bevor sie ausgesprochen wurde. 

 

Falls doch, gibt es genügend Manipulationstools, um dich wieder in die Spur zu bringen.

 

 

Leichte Beute für Narzissten

Leider macht dieser tiefe Wunsch nach Anerkennung, Liebe, Verständnis und Harmonie dich leicht zum Opfer von Narzissten. 

Du denkst, Sicherheit und Selbstsicherheit kann dir nur dieser Mensch geben. Er wird es dich auch glauben lassen. Sei dir sicher.

 

Du wirst mehr und mehr die Kontrolle & deine Selbstbestimmtheit unbemerkt abgeben. 

Die Methoden sind so banal wie perfide, aber wirksam:

 

- Lügen, Täuschungen, psychische Manipulation (Gaslighting) (auch gegenüber anderen)

 

- soziale Isolation (Menschen, die zu dir stehen, werden schlecht gemacht)

 

- Entwertung, Victim Blaming (du bekommst das Gefühl, du bist nicht richtig, du hättest psychische

   Probleme)

 

- Überschüttung mit Liebe und Bewunderung, dann wieder Bestrafung durch Missachtung,

   Respektlosigkeit, Erniedrigung, kalte Schulter

 

- klein machen und halten

 

- er schafft es, dir Schuldgefühle einzureden. Er ist das Opfer, hat es nicht leicht, ...

 

 

 

 [Am Ende des Artikels findest du weitere Blogartikel zum Thema Narzissmus / Gaslighting]

 

Wie da raus kommen?

#1 Wie war das in deiner Kindheit? Wurdest du ermutigt, auch mal was zu sagen, was nicht jedem

      gefallen hat?

 

#2 Nimm dich selbst wahr. In welchen Situationen, vor allem mit welchen Menschen fällt es dir

       besonders auf?

 

#3 Erlaube dir "NEIN" zu sagen bei der nächsten Gelegenheit

 

#4 Sei authentisch, auch wenn andere damit nicht umgehen können.

 

#5 Entwickle eine Konfliktkultur. Sei konfliktfähig. Sei aber wertschätzend dem Anderen gegenüber

 

#6 Sei achtsam. So wie du bist, bist du gut. 

 

#7 Mach dich frei von der Aufmerksamkeit von außen

 

#8 Nimm Hilfe an, wenn du aus dem Dilemma aussteigen willst. 

 

#9 Was denkst du, was passiert, wenn du jetzt nicht alles überspielst? 

 

#10 Verlässt dich oft der Mut, wenn du für dich eintreten möchtest?

 

#11 Überprüfe genau dein Umfeld. Wer tut dir nicht gut? Den lasse los.

 

Du erkennst dich hier wieder? Hast viel zu oft den Mund gehalten statt für dich einzustehen?
Erkennst langsam, dass dir das nicht wirklich Harmonie gebracht hat?

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