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SCHUTZSTRATEGIEN - Helfersyndrom

WOZU SIND SCHUTZSTRATEGIEN GUT?

Sie lenken von einem Mangel ab, der bei uns nicht vollständig ist. Das kann z. B. Zugehörigkeit, Freiheit / Unabhängigkeit, Selbstwert, Sicherheit sein.

Die Schutzstrategie möchte diesen „Schmerz“ lindern, mindern. Sie laufen unbewusst hab, sind uns also gar nicht bewusst. Man muss schon genau und selbstkritisch hinschauen.

Ganz typisch sind z. B. Kontrollzwang und Perfektionismus um Selbstwertthemen zu entkräften, ein Gefühl von Sicherheit sich vorspielen. Quasi eine vorbeugende Maßnahme, nicht kritisiert zu werden, sich zu blamieren, zu versagen oder abgelehnt zu werden.

Sie dienen dazu, die Fassade aufrecht zu erhalten. Niemand soll wissen, wie es wirklich in uns aussieht.
Die Rechnung geht natürlich nicht auf. Früher oder später funktioniert diese psychische Krücke nicht mehr, da sie einfach zu viel Kraft und Energie kostet.

Es lohnt sich also, frühzeitig nach innen zu schauen und zu reflektieren.

Es ist übrigens nicht spuky, wenn man sich bei mehreren Strategien wiederentdeckt.

Das Helfersyndrom ist weit verbreite
Andere werden als bedürftig wahrgenommen, denen man unbedingt helfen muss. Ihre „guten Taten“ schützen sie vor ihren sabotieren Glaubenssätzen wie

„Ich bin wertlos“
„Ich trau mich nicht, nein zu sagen“
„Ich bin abhängig“

In Unternehmen findet man sie oft als „Mutter der Kompanie“, „die gute Seele“.
Dankt es ihnen doch jemand, ist es ihre Quelle für Wertschätzung und Anerkennung.

Oft suchen sich solche Menschen auch Partner, die dringend Hilfe zu benötigen (scheinen):
finanziell angeschlagene, immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten, Neigung zur Sucht und andere „Pflegefälle“

Eigene Bedürfnisse können da natürlich nicht wahrgenommen werden.
Man muss demjenigen ja helfen, das ist ja quasi Nächstenliebe.

Dass dieser Einsatz nicht gewürdigt wird, versteht sich fast von selbst – zumindestens von außen.

Dadurch bestätigt sich das Gefühl der Wertlosigkeit, Minderwertigkeit

Kommt auch oft in toxischen Beziehungen vor.
Da will man den toxischen Partner gern vor der emotionalen Kälte retten und ihm die wahre Liebe zeigen.

Als Ergebnis bekommt man seinen Glaubenssatz bestätigt:

„ich bin nicht liebenswert“

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