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die Angst vorm Autofahren - Amaxophobie

 

 

 

… ist weiter verbreitet, als man denkt.

 

Oft werden die Betroffenen nicht ernst genommen. Sollen sich nicht so anstellen.

 

Dabei gibt es sogar einen eigenen Fachbegriff:

 

Amaxophobie.

 

Ich arbeite zwar häufiger mit Frauen als mit Männern an diesem Thema. Aber ich glaube nicht, dass Männer weniger betroffen sind.

 

Es kostet Überwindung diese Schwäche zuzugeben. Oft verstehen Männer sich selbst nicht mehr. Vor allem weil sie in jungen Jahren ganz „flott“ unterwegs waren. Jetzt auf einmal sind sie schwach, ängstlich, versagen.

 

Bei der Fahrangst wird die Situation, sich hinters Lenkrad zu setzten, am Straßenverkehr teilzunehmen, Brücken, Baustellen, als sehr bedrohlich wahr genommen.

 

Der Körper reagiert mit Angst, Panik.

Oft kommt ein Gefühl der Hilflosigkeit, der Gedanke, eine Gefahr für andere zu sein, hinzu.

 

Die körperlichen Symptome können heftig sein. Sind sie meist auch.

Das Herz rast, Druck auf der Brust, Schwindel, Schwitzen, feuchte Hände, der ganze Körper verspannt, Tunnelblick.

 

So lange die Amaxophobiker sich nicht um die Ursachen kümmern, bleibt nur die Vermeidungsstrategie.

Aber auf Dauer ist das keine Lösung. Im Gegenteil. Es verschärft das Leiden. Die Angstspirale dreht sich noch weiter; zieht auch weitere, harmlose Situationen mit sich, in denen Angst verspürt wird.

 

Man verliert seine Unabhängigkeit und Mobilität. Man muss im beruflichen Umfeld Einschränkungen hinnehmen. Verliert das Vertrauen in sich selbst.

 

Wenn es dann noch im Umfeld Menschen gibt, die die Problematik nicht ernst nehmen, verstärkt sich das Gefühl der Hilflosigkeit, Einsamkeit, Ohnmacht, Selbstzweifel.

 

Wenn ich mit der Hypnoanalyse arbeite, komme ich mit meinen Klienten sehr schnell zu dem Ergebnis, dass die Angst vorm Autofahren seinen Ursprung gar nicht in einer Verkehrssituation hatte.

 

Aber auch ohne bis zum Ursprung zurück zu gehen, kann man schöne Erfolge feiern. Amaxophobie ist nicht unendliches Leiden!

 

Und wenn ich dann die Aussage bekomme:

„Ich im Stadtverkehr! Ich hätte weinen können vor Glück!“

 

ist alles gut

 

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