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HelikopterEltern_SatelittenEltern_RasenmäherEltern



Ich glaube, es wurde schon genug geschrieben und gesagt, dass es nicht schlimm ist oder gar lebensbedrohlich, wenn man ohne seine Eltern sich zum Studium anmeldet oder tatsächlich eine Strafarbeit schreiben muss. Und es ist für das Immunsystem eines (kleinen) Menschen absolut förderlich, sich durch den kompletten Sandkasten – inklusive Katzenkot- zu futtern. Es ist sogar in unserer Verfassung festgelegt, dass jeder ein Recht auf freie Berufswahl hat (Art. 12 GG). Also wäre es doch toll (und verfassungsgemäß) nicht schon in der Kita-Gruppe zu wissen, dass das Kind Arzt, Atomphysiker oder Vorstandsvorsitzender eines DAX-Konzerns wird.
Ja, es werden mich jetzt die Anwälte hassen. Man stelle sich nur vor, ein Kind kommt mit einer 3 nach Hause und Vattern ruft nicht beim Haus- und Hofadvokaten an, um dem Lehrer bei seiner Meinungsänderung zu unterstützen.

Bevor ich mir hier die komplette Bandbreite der Hexenverfolgung auf mich ziehe, verstecke ich mich lieber hinter Khalil Gibran.
Khalil Gibran war libanesisch-amerikanischer Philosoph. Er hat leider 1931 das Zeitliche gesegnet, kann also im folgenden Text nicht von Helikoptereltern, Rasenmähereltern oder Satelliteneltern gesprochen haben

 

– oder doch?

Eure Kinder sind nicht Eure Kinder.
Sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sich kommen durch Euch, aber nicht von Euch.
Und wenn sie auch mit Euch sind, so sind sie dennoch nicht Euer Besitz.
Ihr dürft Ihnen Eure Liebe schenken, aber nicht Eure Gedanken.
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Zuhause geben, aber nicht ihren Seelen.
Denn ihre Seelen wohnen im Haus der Zukunft und das könnt ihr nicht betreten, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft bestrebt sein, ihnen zu gleichen, aber versucht nicht, sie Euch gleich zu machen.
Denn das Leben schreitet nicht rückwärts noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid der Bogen, von dem Eure Kinder wie lebendige Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit und Er ist es, der Euch mit seiner Kraft spannt, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Lasst es Euch zur Freude geschehen, dass die Hand des Schützen Euch spannt;
Denn wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt Er genauso den Bogen, der bleibt.
KhalilGibran

Erfahrungen sind wichtig, um sich zu entwickeln, Gefühle kennenzulernen. Wir leben mit Gefühlen – positive wie negative.
Aber wir müssen sie erleben, denn nur was man erlebt, kann man verstehen.
Nur was man erleidet , hat man erlebt.
Das ist so und das wird sich nie ändern. Wir brauchen Erfahrungen, um Strategien entwickeln zu können, wie wir später in ähnlichen Situationen damit umgehen.

Der Schlüssel, um als Erwachsener Selbstliebe, Selbstbewusstsein, innere Stärke und Selbstwert zu kennen. Wertschätzung für sich und andere.
Keine Angst haben vor Veränderung, Verantwortung, Verlust, Ablehnung, Kritik, Versagen.
Sich nicht schämen müssen, hilflos und ausgeliefert fühlen

Und mal ganz ehrlich, lebt es sich nicht entspannter, „nur“ der Bogen zu sein?

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Sandra Feldmann

Heilpraktikerin (beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie)

 

 

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